- Laufberichte -
Dubai-Marathon 22.1.2010

Während hierzulande tiefster Winter herrscht, Kälte und Schnee den Tagesablauf bestimmen, war Jürgen Schilder aus Hambrücken bei schweißtreibenden 28 Grad Lufttemperatur auf den Straßen Dubais unterwegs. “Einmal im Leben wollte ich mit dem äthiopischen Marathon-Weltmeister Haile Gebrselassie an den Start gehen“, erzählt der passionierte Sportler vom TV Lauftreff Hambrücken nach der Rückkehr aus dem Wüstenstaat.
Wo vor nicht allzu langer Zeit noch Sand den Boden bedeckte, ist in Dubai innerhalb weniger Jahre eine der gigantischsten Städte der Welt entstanden. Supermoderne, glitzernde Luxushotels, riesige Shoppingcenter und archaische Baudenkmäler stehen im Kontrast zu den traditionellen Märkten und alten Handelshäusern, weiß Schilder zu erzählen. „Doch über der Modernität des Emirats weht noch immer der Hauch orientalischer Düfte durch die Straßen“, berichtet der 41-Jährige.
Am vergangenen Mittwoch waren in Dubai-Stadt um 6 Uhr morgens über 1000 Läufer aus aller Welt bei Dunkelheit und noch guten Lauftemperaturen von etwa 15 Grad auf die klassische 42,195 Kilometer-Strecke gegangen. Der weltweit am höchsten dotierte Dubai-Marathon bietet eine schnelle Strecke, die an vielen Sehenswürdigkeiten an der Küste des Persischen Golfes vorbeiführt. „Schon der Start zwischen den Palmen und vor erleuchteten Hochhäusern der Dubai-Marina – dem größten Yachthafen der Welt mit über 200 Wolkenkratzern – gab eine großartige Kulisse ab“, schwärmt Schilder. Vorbei an der Palmeninsel „Jumeirah“, dem weltbekannten Hotel „Burj Al Arab“ und dem seit neuestem höchsten Gebäude auf dem Globus, dem 820 Meter hohen „BurjDubai“, verlief die exzellent organisierte Strecke, die zu den flachsten Verläufen überhaupt gehört. Dieses Jahr sei ein extrem warmer Januar mit Tagestemperaturen, die teilweise die 30 Grad-Marke erreichen, war von den Einheimischen zu hören. „Dies machte nicht nur mir sehr zu schaffen“, erzählt der Hambrückener nach der Rückkehr vom fünftägigen Kurztripp. Trotzdem ging Jürgen Schilder am Ende in der Zeit von 3:42:48 Stunden auf Platz 263 über die Ziellinie. In der Altersklasse M-40 erreichte der Sportler immerhin den 49. Platz und war damit unter den besten zwölf deutschen Startern.
Letztlich siegte einmal mehr Haile Gebreselassie, der Weltmeister aus Äthiopien. Der Ausnahmeathlet, der mit 2:03:59 Stunden die Bestmarke hält, scheiterte zwar am Versuch, den eigenen Rekord zu brechen, kam jedoch auf eine Zeit von 2:06:09 Stunden und musste sich mit der Siegerprämie von 250 000 Dollar zufrieden geben. Bei einer erneuten Weltbestzeit hätte der mehrfache Olympiasieger, der in seiner Karriere schon 26 Weltrekorde lief, eine Million Dollar erhalten!

Bericht mit freundlicher Genehmigung von:
Hans Joachim Of, Hambrücken
www.the-best-of-konzertfoto.de

 

 

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