- Laufberichte -

Petra Marton erfolgreiche Triathletin bei ihrer Langdistanzpremiere in Roth

Seit 1988 ist Roth das Mekka der deutschen Triathleten und die Stimmung am Main-Donau-Kanal, an der Radstrecke mit dem Gänsehautfeeling am Solarer Berg sowie auf der Laufstrecke ist weltweit berühmt. Daher zieht es jedes Jahr neben den vielen Breitensportlern auch immer Weltklasseathleten nach Mittelfranken. Sowohl der Weltrekord der Herren als auch der Frauen wurde in Roth erzielt. Nach 2 erfolgreichen Starts über die Halbdistanz bei der Kraichgau Challenge wählte Petra Marton die Roth Challenge für ihr Langdistanz Début.
Um 4:30 klingelte der Wecker am großen Zeltplatz direkt am Schwimmstart und routiniert wurden die letzten Vorbereitungen für den langen Tag getroffen. Direkt neben dem Zelt nächtigte der Hawaii Sieger von 2005, Faris Al Sultan, der in Roth in der Staffel am Start war.
Wenn das nicht ein gutes Omen war! Die Challenge ist trotz ihrer Größenordnung familiär. Nicht nur mit Faris konnte man locker plaudern, sondern auch auf der Messe in Roth mit dem Kraichgauer Sebastian Kienle (der in Roth Streckenrekord auf dem Rad fuhr) oder mit Vorjahresgewinner Michael Göhner sowie viel anderen Stars der Szene.
Das Wetter war bestens. Es war kein Regen angesagt, die Luft war relativ windstill und die Temperaturen am Morgen noch sehr gemäßigt.
In Roth wird nicht das gesamte Feld gleichzeitig gestartet, sondern in kurzer Taktung werden immer rund 250 Starterinnen und Starter auf die Schwimmstrecke geschickt. Der Startschuss für Petra fiel in einem reinen Frauenblock um 6:25. Da die Wassertemperatur im Kanal über Schleusen regulierbar ist, wurde die magische Grenze von 24,5 Grad nicht überschritten Ab diesem Wert herrscht Neopren Verbot und mit Neo gleitet man besser durch die Fluten.
Die 3,8 km kraulte Petra in konstantem Tempo durch und nach 1:12 stieg sie aus dem Wasser und bereitete sich in Windeseile auf die 2. Disziplin des Tages vor. Nach wenigen Minuten saß sie auf dem Rad und begab sich auf den Rundkurs, der zweimal zu durchfahren ist.
Insbesondere an allen Anstiegen und in den zahlreichen Ortschaften ist in Roth lebhafte Volksfeststimmung. Zehntausende von Zuschauern spornen die Athleten zu Hochleistungen an. Am Solarer Berg werden die Triathleten über 1 km in einem dichten Spalier nach oben gejubelt. Unvergesslich sind diese Momente für alle Athleten.
Ein großer Fanclub aus dem heimischen Hambrücken, der sich „unangekündigt“ mit großem Transparent an der Strecke immer wieder aufstellte, motivierte Petra besonders. Trotz der beachtlichen Anstrengung konnte sie Dank der besonderen Atmosphäre den ganzen Tag strahlend lachen. Nach 180 km und 6:44.26 wurden die Radschuhe geschwind gegen Laufschuhe getauscht und nun begann der abschließende Marathon. Dies ist für viele Triathleten der ungeliebte Teil, aber Petra konnte in ihrer Paradedisziplin nochmals richtig aufdrehen und im Classement um zahlreiche Plätze nach vorne laufen.
Nach 12:11:16 lief sie in das stimmungsvolle und prall gefüllte Triathlonstadion ein.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete ein gigantisches Feuerwerk, welches den langen und für Petra mit vielen positiven Eindrücken versehenen Tag emotional abrundete.

Swim:1:12:31
WZ1: 04:03
Bike 6:44:26
WZ2 3:24
Run: 4:06:54
Finish 12:11:16

 

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