- Laufberichte -

Vom Indischen bis zum Atlantischen Ozean unterwegs

Der „Two Oceans“- Ultramarathon in Südafrika wird von der Fachwelt als der schönste Marathon der Welt bezeichnet. Der 56 Kilometer Langsteckenlauf wird bereits seit dem Jahre 1970 über die Osterfeiertage ausgetragen und ist eine der bedeutendsten Sportveranstaltungen in Südafrika, dem Gastgeberland der kommenden Fußball-WM.
Brigitte Krämer und Sohn Tobias vom TV Lauftreff Hambrücken vertraten in diesem Jahr die Badischen Farben und schwärmten nach der Rückkehr von der landschaftlichen Schönheit und dem einmaligen Lauferlebnis in der Region um Kapstadt, das wiederum als eine der schönsten Städte weltweit gilt.
„Über 26 000 Läufer starteten um 6 Uhr morgens von der Mainroad in Newlands, dann ging es weiter nach Kapstadt und zum Badeort Muizenberg“, erzählt der 27-jährige BWL-Student Tobias Krämer. Fast jeder Südafrika-Reisekatalog hat die dortigen bunten Holzbadehäuschen und den langen Sandstrand am Indischen Ozean abgebildet. In flottem Tempo ging es zwischen zwei Bergen weiter an der False Bay entlang bis nach Fish Hoek. „Im mittleren Streckenabschnitt führte die Laufstrecke etwa acht Kilometer lang über den ‚Chapman’s Peack Drive’, der sich bis zu 150 Meter über dem Meer der Küste entlang windet und zu den spektakulärsten Küstenstraßen der Welt gehört“, schwärmt Tobias’ Mutter Brigitte, die als Erzieherin im Hambrücker Kindergarten „St. Josef“ arbeitet und auch mit 55 Jahren „fit wie ein Turnschuh“ auf den Straßen der Welt unterwegs ist. Mit Blick auf den Atlantischen Ozean ging es abwärts bis nach Hout Bay und Kilometer 42, der klassischen Marathonstrecke. Ultramarathonläufer geben sich damit jedoch nicht zufrieden und legen, getreu dem Oliver Kahn-Motto „Weiter, immer weiter“, noch eine 14-Kilometer-Schippe drauf. Nach gut sechseinhalb Stunden überquerten beide Hambrücker Extremsportler die Ziellinie und wurden auf dem Campus der Universität wie alle Läufer begeistert gefeiert und begrüßt. Ihre Platzierung? „Dabei sein, heißt die Devise. Die gelaufene Zeit ist nicht ausschlaggebend“, merken die Läufer an.
Um sich auf das Südafrika-Abenteuer vorzubereiten und die Kondition zu verbessern, hatten Mutter und Sohn unter anderem auf dem Bruchsaler Eichelberg wochenlang intensiv trainiert. „Hier war uns Wolfgang Heimann aus Wiesental, der ebenfalls schon etliche Ultraläufe absolviert hat, eine große Stütze und ein wichtiger Trainingspartner“, betonen die Hambrückener. Die ganze Familie Krämer, zu der auch Brigittes Mann Emil und Sohn Holger gehört, ist überaus Sportbegeistert.
 Neben dem Laufen gilt ihre weitere Leidenschaft dem Schwimm- und Tauchsport. Als aktive Mitglieder der Tauchsportgemeinschaft „Manati“ in Oberhausen-Rheinhausen oder beim SSV Waghäusel geben die Sportler ihre Kenntnisse auch als Nachwuchstrainer weiter. Was als nächstes Highlight kommt? „Im Sommer und am 28. August auf jeden Fall der Hambrücker Lußhardtlauf, danach setzen wir uns wieder neue, größere Ziele“, lachen die beiden Extremsportler.

Bericht mit freundlicher Genehmigung von:
Hans Joachim Of, Hambrücken
www.the-best-of-konzertfoto.de

 

 

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