- Laufberichte -
Hambrücker Extremsportler schafften den Jungfrau-Marathon in Interlaken, am 9. September 2012

Alle drei sind passionierte Laufsportler, gehören den Lußhardtläufern Hambrücken an, und kennen fast keine Grenzen. Während der 55-jährige Wolfgang Heimann in der Vergangenheit bereits den Mont-Blanc-Ultra-Trail über 166 Kilometer lief, hat er zusammen mit der 57 Jahre "jungen" Brigitte Krämer auch schon den 100-Kilomter-Lauf in Biel und zuletzt den Graubünden-Marathon über 2682 Höhenmeter absolviert. Jetzt suchten beide Freizeitsportler zusammen mit Brigitte Krämers Sohn Tobias eine neue Herausforderung und nahmen am legendären Jungfrau-Marathon in Interlaken in der Schweiz teil. "Das besondere an diesem Lauf, der stets in Sichtweite des weltbekannten Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau an der fantastischen Schweizer Bergwelt entlang führt ist, dass es über 42,195 Kilometer stets bergauf geht", so der 29-jährige Tobias Krämer. Tatsächlich liegt der Zieleinlauf auf der Kleinen Scheidegg auf einer Höhe von 2100 Metern und gehört nicht zuletzt deswegen zu einer der anspruchsvollsten Strecken weltweit. Da der Internationale Jungfrau-Marathon in diesem Jahr mit der 20. Auflage ein Jubiläum feierte, nahm der Berglauf-Weltverband (WMRA) dies zum Anlass, auch die Berglauf-Weltmeisterschaft über die Langdistanz im Rahmen des Jungfrau-Marathons durchzuführen. Die drei Teilnehmer aus Hambrücken, die bei traumhaftem Wetter frühmorgens zusammen mit viertausend weiteren Läufern gestartet waren, kehrten jetzt mit herrliche Eindrücken und Erlebnissen aus der Schweiz zurück. "Entlang der Wegstrecke sorgten Alphornbläser, Drachenflieger, Tanzgruppen, Akkordeonspieler und viele weitere Attraktionen für Stimmung", so Brigitte Krämer. Die B-Lizenz-Trainerin des TV Hambrücken, die vor kurzer Zeit die Anfänger bei den ambitionierten Lußhardtläufern auf die Wegstrecke brachte, war absolut begeistert und will zusammen mit ihren Söhnen Tobias und Holger auch im nächsten Jahr die Schweizer Bergwelt erobern. Auch der erfahrene Ultraläufer Wolfgang Heimann, der im Moment die Anfängerlaufgruppe auf ihren ersten Halbmarathon vorbereitet, ist jedes Mal von neuem begeistert und sagt: "Laufen bedeutet ein Stück Freiheit, Abschalten vom Alltag und Natur genießen". Letztlich überquerten alle drei Extremsportler, die sich zuvor wochenlang auf dem Bruchsaler Eichelberg durch Steigerungsläufe auf das besondere Ereignis vorbereitet hatten, nach 6:35 Stunden gemeinsam die Ziellinie. "Jetzt heißt es kurz verschnaufen, regenerieren und sich auf das nächste Highlight vorbereiten", fassten die drei Hambrückener Freizeitsportler zusammen. Bei den Profis siegte im †brigen die in Deutschland geborene Amerikanerin Stevie Krämer in der Zeit von 3:22:42 Stunden. Bei den Männern gewann der Österreicher Markus Hohenwarter in sagenhaften 2:59:42 Stunden. Beide schwärmten vom schönsten Berglauf der Welt, der einmaligen, erlebnisreichen Strecke und meinten bei der Siegerehrung: "Die Atmosphäre hier ist grandios. Es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt".
Text: Hans-Joachim Of, Foto: PR


 

 

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