- Laufberichte -
Marathon in Marrakesch am 27. Januar 2013

Marrakesch - die Königsstadt im Südwesten Marokkos ist nur wenige Flugstunden entfernt, doch mit ihrer orientalischen Atmosphäre aus 1001 Nacht zählt sie zu einer der faszinierenden Städte der Welt. Die im majestätischen Rot leuchtenden Stadtmauern, bunte Märkte, enge Gassen, aromatische Gerüche gehören zu dieser pulsierende Stadt wie chaotischer Verkehr und ruhige Gärten zum Entspannen.
Das im Winter sehr angenehme Klima mit Tagestemperaturen von über 20 Grad zieht nicht nur viele Touristen ins Land, sondern am letzten Januarwochenende kommen auch Läufer aus aller Welt zusammen. Unter der Schirmherrschaft des König Mohammed VI f and am 27. Januar der 24. Marathonlauf statt. Ü ber 4.500 Marathon- und Halbmarathonläufer einschließlich dem Hambrücker Lußhardtläufer Jürgen Schilder standen Sonntagsmorgen um 8 Uhr bei kalten 5 Grad und dichtem Morgennebel an der Startlinie. Gleich nach dem Start führte die Laufstrecke entlang einer mit Palmen und Orangenbäumen bepflanzten kilometerlangen Allee. Danach wurden die Menara-Gärten und Olivenplantagen durchlaufen. Weiter ging es an der Stadtmauer entlang, vorbei am großen Gebetsplatz, dem Königlichen Golfplatz und zahlreichen herrlichen Grünanlagen. Die Hauptverkehrsstraßen waren komplett für den Verkehr - vom Moped, Eselskarren bis zum LKW - gesperrt. Dies äußerte sich vor allem durch lautes Hupen der Händler und Bauern an den Kreuzungen, die ihre Ware nicht auf die Märkte bringen konnten. Nur die Straßen zu den prachtvollen Palästen der Reichen und deren Golfplätzen waren freigegeben und gefährdeten die Läufer. Einige Musikgruppen unterstützten mit rhythmischen Klängen und zahlreiche Zuschauer an der Strecke applaudierten den Läufern. An den Verpflegungsstellen wurde neben Wasser noch Datteln und Rosinen gereicht - bei inzwischen blauen Himmel und steigenden Temperaturen über 20 Grad eine feine Sache. Ein Palmenwald sorgte danach für etwas Schatten, bevor es vorbei an armseligen Behausungen und einem Karawanenplatz mit Kamelen zurück in die Innenstadt ging. Die letzten Kilometer führten vorbei an der Formel2-Strecke, am Bahnhof und dem Königlichen Theater.
Auf der Zielgeraden hatte bei inzwischen sonnigen 24 Grad ein begeistertes Publikum die erschöpften Läufer lautstark empfangen. Die Atmosphäre und das Ambiente beim Zieleinlauf mit dem Blick auf das 77m hohe Minarett der Koutoubia-Moschee und den schneebedeckten Bergen des 4.000m hohen Atlasgebirges im Hintergrund rundete eine beeindruckende und abwechslungsreiche Laufstrecke ab.
Nach genau 3 Stunden und 45 Minuten hatte Jürgen Schilder das Ziel erreicht und die Finischermedaille umhängen. In der Gesamtwertung belegt er den 233. Platz. Zur Stärkung gab es im Zielbereich neben Wasser die landestypischen Orangen, Datteln und Rosinen und jede Menge Sonnenstrahlen.



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