- Laufberichte -
Trollingerlauf in Heilbronn am 5. Mai 2013

Wie immer am ersten Sonntag im Mai lädt der Trollinger-Marathon ein. Und wie auch die letzten Jahre hat das Wetter etwas besonderes parat. Regnete es noch im letzten Jahr bis zum Start des Halbmarathon Bindfäden und das ganze bei kühlen Temperaturen, so verlies der Regen bereits am Samstag wieder unsere Region. Zurück blieb ein grauer Sonntagmorgen mit reichlich Nebel. Aber die sozialen Netzwerke des Veranstalters zu Petrus sind scheinbar intakt und so wurde der Nebel immer lichter, kämpfte sich die Sonne doch beharrlich durch die Nebelschichten. Sehr zum Leidwesen der Läufer, die nicht so gerne bei Sonne laufen.
Aus Hambrücken machten sich Angelika, Andreas, Marion und Ralph auf um die Form zu finden oder zu bestätigen. Auf Grund der vielen Starter, wurden die Teilnehmer in mehreren Etappen auf die Strecke geschickt. Der Marathon startete mit Ralph um 8:45 Uhr, die Halbmarathonis gingen dann ab 10:20 Uhr in 10 Minuten Abstand pro Gruppe auf die Strecke. Ob es den Lußhardtläufern lag, die dem Sieger zu einem neuen Streckenrekord verhalfen, die Laufelite fachsimpelt noch. Ins Ziel kamen übrigens über 4400 Teilnehmer beim HM.
Nach dem Start geht es erst einmal 1km am Neckar, dann über eine Neckarbrücke und bis ca. Kilometer 4,5 am Neckar zurück. Nun verlässt man Heilbronn und es geht langsam aber stetig bergauf. Die eigentlichen Highlights sind dann die Ortschaften Flein und Talheim. Was die Einwohner dieser Ortschaften auf die Beine stellen ist aller Ehren wert. Kaum ein Läufer, der sich davon nicht motivieren läßt - Gänsehaut pur ist für einige Zeit angesagt. Da wird jeder frenetisch angefeuert, vergleichbar mit der Tour de France - L'Alpe d'Huez. Guggemusiker, Solisten und Musik an jeder Ecke, einfach traumhaft.
Danach wird es aber auf der HM Strecke ernst, kommt doch jetzt die Bergwertung. †ber 2km kommen jetzt einige Höhenmeter zusammen und so manch einer musste Tempo herausnehmen und den Gipfel gehend erklimmen. Der einzige Trost: danach geht es wieder runter. Cirka 6,5 km geht es erst steil, dann gemächlicher wieder bergab, natürlich immer wieder mit kleineren Steigungen, eine davon dann die Neckarbrücke von Korkheim nach Klingenberg. Jetzt heißt es schon Zähne zusammenbeißen, Trainigsrückstände werden hier auf dem offenen Tablett serviert.
Nun ist man bei Kilometer 17 und eigentlich geht es nur noch die letzten 4 km zurück ins Ziel. Aber die Abstände der Verpflegungsstellen nimmt stark ab und nicht nur förderliche Genussmittel werden gereicht, auch Trollinger-Probierstände waren über die ganze Strecke verteilt. Dopingproben werden bei diesen Veranstaltungen nicht genommen, so manch einem kam dies sicher zu Gute.
Ins Ziel kamen alle, mittlerweile bei sommerlichen Temperaturen, lief so manches alkoholfreies Getränk in die ausgemergelten Körper. Aber wie immer - wir kommen wieder.

 

 

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