- Laufberichte -
Sydney Marathon in Sydney am 21.09.2014

Jetzt kann er auch hinter Australien einen Haken setzten. „Als ich nach 40 Kilometern schon von weitem die weltberühmte Oper sah und sich die Kacheln der Außenfassade in der Sonne spiegelten, mobilisierte ich meine letzten Kräfte. Es war ein unbeschreiblicher, einmaliger Anblick“, eröffnet Jürgen Schilder nach der Rückkehr aus Down Under. Der 45-jährige IT-Berater, der für die Lußhardtläufer Hambrücken startet, nahm jetzt am bekannten Sydney-Marathon in Australien teil und kam letztlich unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer in 4:14 Stunden ins Ziel. „In erster Linie zählte das Erlebnis, dann erst das Ergebnis“, lacht der „Genussläufer“ Schilder, der inzwischen seine Laufschuhe weltweit geschnürt und an allen renommierten Laufveranstaltungen auf fünf Kontinenten teilgenommen hat. „Mit der Finisher-Medaille um den Hals habe ich mich nach dem Zieleinlauf zuerst auf die Treppe der Oper gesetzt und von den Strapazen des 42,2 Kilometer-Laufs erholt“, so Schilder. Die Oper wurde 1960 eröffnet und prägt mit ihrer außergewöhnlichen Architektur die Silhouette der Stadt. Der ständige Wind und Regen auf den ersten Kilometern, die zahlreichen Brücken mit über 700 Höhenmetern, die lange, 23-stündige, Anreise und die Zeitumstellung hatten dem ambitionierten Läufer sehr zu schaffen gemacht. Gestartet wurde das „14. Sydney-Running-Festival“ mit 32 000 Teilnehmern aus aller Welt am Morgen an der bekannten, 1932 erbauten Harbour-Bridge mit seiner mächtigen Stahlkonstruktion. Neben der Oper ist die Harbour-Bridge das zweite Wahrzeichen der 4,5 Millionen Einwohner zählenden größten Stadt auf dem fünften Kontinent. „Sie gehört zu den zehn beliebtesten Metropolen weltweit“, berichtet Jürgen Schilder. „Jetzt im Frühling bei rund 25 Grad blüht und grünt alles, die Menschen tragen bereits Sommerkleidung und sind fast durch die Bank in angenehmer, positiver Stimmung“, hat der Hambrückener festgestellt. Sydney war im Jahre 2000 Austragungsort der Olympischen Spiele. „Erst seit dieser Zeit gibt es hier einen Marathonlauf“, weiß Schilder. „Um sich von den etablierten Laufveranstaltungen abzuheben, heißt es hier Running-Festival, weil zudem auch ein Halbmarathon, ein Rollstuhlmarathon, ein 4- Kilometer-Family-Run mit Kind und Kegel und ein 9-Kilomter-Lauf stattfindet“. Mit „unbeschreiblichen, herrlichen Erlebnissen und Eindrücken“ ist der ambitionierte Hobbyläufer inzwischen wieder in der Heimat angekommen. „Ich habe schon viel gesehen, doch der Zieleinlauf an der Oper in Sydney wird mir unvergesslich bleiben“, sagt Jürgen Schilder. Zuletzt war der nimmermüde Läufer im Vorjahr beim Nachtlauf im brasilianischen Sao Paulo unterwegs und hatte in seiner Altersklasse M45 einen ausgezeichneten 11. Platz belegt. Nach Marrakesch in Marokko, dem Wüstenlauf in Dubai und Sao Paulo, der größten Stadt Südamerikas, folgte nun mit Australien ein weiterer Mosaikstein in der beeindruckenden Laufkarriere des Hambrückener Hobbysportlers. Und jetzt? „Mal schauen, was sich als nächstes ergibt. Ich habe noch genügend Ideen im Kopf“, lässt Jürgen Schilder (der den Generationenpark in Hambrücken mit initiiert hat) wissen.

 

 

 

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